von Nadine Romstadt

Was ist das Besondere an einer Gesamtschule?
Die Friedensschule ist eine Gesamtschule, also von der fünften bis zur dreizehnten Klasse, wo Schüler und Schülerinnen alle Abschlüsse erlangen können, Haupt- und Realschulabschluss nach der zehnten Klasse und Abitur nach der dreizehnten. Dazu kommt, dass sie in diesem Schulsystem nicht die Schule wechseln müssen, da alle Schulformen angeboten werden. Die Aufgabe der Schule ist es Wissen zu vermitteln und Kinder, Jugendliche so zu fördern, dass sie gute Leistungen erbringen. Die Schule muss darauf achten, dass die Schüler trotz sehr anstrengender Tage eine schöne Schulzeit haben und der interne Klassen- und Schulverband gestärkt wird. Bei einer Gesamtschule müssen die Lehrer und Lehrerinnen dazu noch darauf achten, dass die Kinder so gefördert werden, wie sie es brauchen. Das bedeutet, dass es verschiedene Klassenarbeiten mit verschiedenem Schwierigkeitsgrad in einer einzigen Klasse geschrieben werden und Lernziele intern verschieden sind. Von manchen Kindern und Jugendlichen wird erwartet, dass allein und selbstständig gearbeitet wird und von anderen nur, dass sie auf ihrem Platz sitzen bleiben und versuchen mitzuarbeiten. Das liegt daran, dass die Kurse (Erweiterungs- und Grundkurs) erst im Laufe der Zeit eingeteilt werden und die Schüler bis dahin binnendifferenziert gefördert werden. Die ersten zwei Fächer in der sechsten, Mathe und Englisch, in der siebten Deutsch und in der neunten noch Naturwissenschaften. Die Klassen werden aber bis zur neunten Stufe im Klassenverband unterrichtet, bevor die Kurse einzeln unterrichtet werden. Bis dahin müssen die Lehrkräfte zwischen den Schülern und Schülerinnen differenzieren.
Die Schule ist mit 120 Beschäftigten relativ groß und zählt durch den Unterricht bis um 16 Uhr zur Ganztagsschule. Die Schüler und Schülerinnen haben meist jedoch in den letzten Stunden AG‘s. Dadurch sind die Kinder und Jugendlichen bis zum Schluss motiviert und engagiert.
Fazit
Mir hat das Praktikum an der Friedensschule sehr gut gefallen und es hat meine Erwartungen übertroffen. Ich hatte die Möglichkeit vier Wochen den Beruf des Lehrers zu erproben und musste dabei nicht nur zuschauen, sondern konnte den Unterricht nach Absprache selbst planen und halten. Aber auch die anderen Aspekte, die es ausmachen ein Lehrer zu sein (ein Ansprechpartner und eine Vertrauensperson zu sein, und all die Aufgaben, die im Hintergrund ablaufen zu managen) konnte ich selbst erfahren.
